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Die 10 besten Campingplätze in Portugal

2026-05-23

Portugal ist für Camper ein unterschätztes Juwel Westeuropas. Das Land bietet auf engem Raum eine außergewöhnliche Vielfalt: rauhe Atlantikküsten mit mächtigen Surfwellen im Norden, felsige Alentejo-Ebenen, die grünen Täler des Minho und die verbrannten Sommerlandschaften der Algarve. Das portugiesische Campinggesetz erlaubt an bestimmten Stränden übernachtetes Wildcampen mit Einschränkungen; die meisten Traveller nutzen jedoch das dichte Netz aus Ortsplätzen, Quinta-Campings und staatlichen Nationalpark-Stellplätzen. ACSI CampingCard-Inhaber finden in Portugal rund 70 Partnerbetriebe.

1. Parque de Campismo do Vidoeiro, Gerês, Minho

Im einzigen Nationalpark Portugals, dem Peneda-Gerês, liegt dieser Staatsplatz direkt am Ufer des Rio Homem. Dicht beschatteter Eukalyptus- und Eichenhain, einfache aber gepflegte Sanitäranlagen, unmittelbarer Zugang zu den Wanderwegen des Parknetzwerks. Buchung über den Park-Service empfohlen; der Platz ist in Juli und August regelmäßig ausgebucht. Wassertemperatur des Flusses auch im Sommer frisch — ideal nach anstrengenden Bergtouren.

2. Parque de Campismo dos Fetáis, Albufeira, Algarve

Einer der bestorganisierten Gemeindeplatze der Algarve: 700 Stellplätze in einem Pinienhain, 3 km vom Strand Praia dos Salgados entfernt. Vollständige Ausstattung, Supermarkt, Restaurant und Poolanlage. ACSI-gelistet mit solider Bewertung. Für Sommer-Buchungen mindestens drei Monate im Voraus planen; die Algarve ist Hochsaison-Pflicht für Europa-Camping-Enthusiasten.

3. Quinta Chave Grande, Cernache do Bonjardim, Zentralportugal

Eine familiengeführte Quinta im Landesinneren mit naturnahem Konzept: Terrassenstellplätze zwischen Olivenbäumen, Pool, Reitmöglichkeiten und selbst produziertes Olivenöl zum Verkauf. Ideal als Etappe auf der N-2-Route — der längsten Nationalstraße Portugals, die von Chaves bis Faro führt und zunehmend als alternatives Fernstraßen-Erlebnis gilt.

4. Markadia, Alcácer do Sal, Alentejo

Im Naturreservat Estuário do Sado gelegen, ist Markadia ein agroturistischer Campingplatz mit ausgedehnten Stelzenstegen durch Feuchtgebiete, einem naturbelassenen Pool und hervorragender Vogelbeobachtung — Flamingos, Störche und Seeadler sind Stammgäste. Ruhige Lage, wenig Trubel, authentisches Alentejo-Feeling. Das lokale Schwarzschwein-Fleisch (porco preto) sollte man im Ort probieren.

5. Cepo Verde, Guarda, Serra da Estrela

In der höchsten Gebirgsregion Portugals, der Serra da Estrela, bietet Cepo Verde direkten Zugang zu den einzigen Skihängen des Landes. Im Sommer sind Wanderungen zum Torre (1.993 m) und Bäder in natürlichen Granitbecken das Programm. Gepflegter Platz mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis; im Frühherbst fast immer freie Stellplätze verfügbar.

6. Parque de Campismo Picheleiros, Setúbal, Arrábida

An der Halbinsel Arrábida — einem Naturpark mit türkisblauem Wasser und weißen Kalksteinklippen — liegt dieser gut ausgestattete Platz in Strandnähe. Schnorcheln, Kajaken und Klettern sind die Aktivitäten der Wahl; der Naturpark begrenzt Badeplätze und Fahrzeugzugang strikt, was die Wasserqualität außergewöhnlich hält. Frühbuchung für Juliwochenenden dringend empfohlen.

7. Parque de Campismo Municipal de Braga, Braga, Minho

Für Kulturreisende die beste Basis im Minho: Braga ist eine der ältesten Städte Portugals mit romanischem Dom, Bom Jesus do Monte und lebhafter Universitätsatmosphäre. Der Gemeindeplatze liegt 2 km vom Zentrum entfernt, gut erreichbar mit Bus. Einfache Ausstattung, aber zuverlässig sauber und günstig.

8. Relva de Reboleira, Miranda do Douro, Trás-os-Montes

An der spanischen Grenze, hoch über dem Duero-Stausee, liegt dieser kleine Gemeindeplatze in einer der entlegensten Regionen Portugals. Miranda do Douro spricht als einzige Stadt Portugals offiziell Mirandés, eine eigene romanische Sprache. Dramatische Schluchtlandschaft, kaum Touristen, außergewöhnliches Nachtleben — gemeint ist der spektakuläre Sternenhimmel.

9. Quinta do Pomarinho, Proença-a-Nova, Beira Baixa

Familien-Quinta mit Obstbaumterrassen, Naturpool in der Schlucht und einem kleinen Bauernhof. Zentralportugal ist dünn besiedelt und für Radfahrer ideal; der Platz liegt direkt am EuroVelo-7-Korridor. Hochwertige Frühstücksoption mit eigenem Gemüse und Marmelade erhältlich.

10. Parque de Campismo do Fundão, Fundão, Serra da Gardunha

Kleinstädtischer Gemeindeplatze mit überraschend hohem Standard an der Serra da Gardunha, dem Kirschberg Portugals. Mitte Mai blüht die Region rosa-weiß — Kirschblüten-Camping vom Feinsten. Ruhige Lage, gute Versorgung im Ortszentrum, Wanderwege direkt ab Platz.

Praktische Hinweise zu Portugal-Camping

Die beste Reisezeit ist September bis Oktober: Wärme ohne Hochsaison-Gedränge und ohne die extremen Sommerhitzen des Alentejo und der Algarve (bis 45 Grad). Im Frühling blüht der gesamte Norden; für Nationalpark-Plätze gilt Buchungspflicht ab April. Wildcampen ist außerhalb von Nationalparks und Schutzgebieten formal geduldet, wenn kein offenes Feuer, kein Müll und kein mehrwöchiger Aufenthalt erfolgt — die lokalen Gemeinden reagieren jedoch unterschiedlich.

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